Sr. Thekla Stinnesbeck

Sr. Thekla (geborene Martha) wurde am 04.11.1892 als das 13. Kind der Familie Stinnesbeck in Essen, Norddeutschland geboren. Schon sehr früh musste sie lernen ohne ihre Eltern durch das Leben zu gehen, nur unterstützt durch ihre Brüder sowie ihre Tante und ihren Onkel, die sich nach dem Tod der Eltern um die Kinder Stinnesbeck kümmerten.  

Als eine der wenigen Frauen während des ersten Weltkrieges studierte Sr. Thekla Medizin; ihr Studium schloss sie wenig später mit Auszeichnung ab, weshalb auch ihre erste Mission als junge Ärztin der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing wohl nicht lange auf sich warten ließ. Ndanda in Tansania sollte ab Mai 1923 ihr neues Zuhause und ihre Arbeitsstätte werden.

Dort warteten aufgrund schlechter medizinischer Versorgung und Infrastruktur bereits über 100 Patienten auf ihre Ankunft. Um diese große Zahl an Patienten behandeln zu können, schloss sie sich bis 1947 vorerst mit den amerikanischen Missionsärzten zusammen. Dies erleichterte Sr. Thekla, die oft als medizinisches Genie bezeichnet wurde, ein wenig die Arbeit. Jedoch musste sie gerade in der Anfangszeit neben ihrer Tätigkeit als Ärztin auch als Verwalterin, Spendensammlerin, Prokuristin und noch vielen weiteren Positionen auftreten. Sie erkannte daher schnell, dass sie nicht alle Aufgaben allein bewältigen kann und startete so 1930 ihr Programm „Rural Medical Aids“. Dieses Programm sollte die Einheimischen aus Ndanda im Bereich Pflege und Medizin schulen. Ebenfalls sorgte sie für eine medizinische Infrastruktur über das gesamte Gebiet.  Sr. Thekla ist auch die Namensgeberin für die Sr. Dr. Thekla`s Nursing School, in der Krankenschwestern und Pfleger für das St. Walburg`s Hospital fundiert ausgebildet werden, um anschließend den Patienten die Versorgung zu kommen zu lassen, die sie benötigen.

Im Jahr 1941 erlitt Sr. Thekla einen schweren Herzinfarkt, aufgrund dessen sie ab diesem Zeitpunkt Operationen oft im Sitzen durchführen – oder ihre Patienten im Rollstuhl behandeln musste. Zur Unterstützung und auch Entlastung wurden ihr drei medizinisch ausgebildete Missions-Benediktinerinnen nach Ndanda geschickt: Sr. Maria Lucas Rauch in 1947, Sr. Miltraud Hermes, Sr. Regia Buerger im Mai 1958.

In Ndanda war nur noch wenig Aufmerksamkeit notwendig, daher widmete sich Sr. Thekla der Errichtung eines Krankenhauses mit rund 75 Betten in Nyangao. Fortan arbeitete sie dort und ließ es sich auch nach ihrem Herzinfarkt nicht nehmen dieses jeden Tag zu besuchen. Im Oktober 1962 erlitt Sr. Thekla einen Schlaganfall durch den sie wenig später am 5. Oktober 1962 im Kloster von Nyangao starb.

Sr. Raphaela Händler sagt über Sr. Thekla:

„Zu Beginn meiner Zeit als Missions-Benediktinerinnen von Tutzing erreichte mich die Nachricht ihres Todes. Es erschütterte mich sehr, denn sie war es, die mich überzeugte Ärztin in Afrika zu werden. Zu dieser Zeit hatte ich meine medizinische Ausbildung noch nicht abgeschlossen und wusste nicht, dass ich eines Tages genau dort leben und als diensthabende Ärztin arbeiten werde, wo sie gelebt hat: in Nyangao. Das Nyangao Hospital (St. Walburg`s Hospital) kann stolz sein eine so heilige Gründerin zu haben.“

(Text in Anlehnung an Sr. Raphaela Händler, Bildquelle: Missions-Benediktinnerinnen Tutzing)

 

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