Hospital Arco Iris

Projektbeschreibung

Bolivien ist eines der ärmsten Länder Südamerikas und das ist auch in La Paz, dem Regierungssitz des Landes, allgegenwärtig. Wo man nur hinsieht herrscht Armut. Ungefähr 40% der Bevölkerung lebt unter der nationalen Armutsgrenze.

Um den schlechten Chancen auf dem Land zu entkommen ziehen viele Menschen in die größte Stadt Boliviens, La Paz, weil sie sich dort Arbeit und eine Perspektive erhoffen. Es erwartet sie jedoch häufig nur Verelendung und Aussichtslosigkeit. Fast die Hälfte der urbanen Bevölkerung lebt in Slums und besonders leiden die Kinder unter extremer Armut – über 6.000 leben in La Paz auf der Straße. Weder der Staat noch die Gesellschaft sind in der Lage, für diese Kinder zu sorgen. Sie entstammen zerrütteten Familien, wurden verstoßen oder sind Waisenkinder und sie sind völlig auf sich allein gestellt. Hinzu kommen mehrere hundert Kinder, die mit einem Elternteil im Gefängnis leben und dort völlig verwahrlosen.

Als der deutsche Pfarrers Josef Neuenhofer 1993 nach La Paz auswanderte, war er vom Schicksal dieser Kinder schwer erschüttert und begann aus dem Nichts heraus, ein Hilfswerk aufzubauen. Mittlerweile ist ein großes Auffangnetz für die Straßenkinder daraus geworden, zu dem neben Waisenhäusern und Sozialstationen mit über 200 Mitarbeitern auch ein Krankenhaus, das Hospital Arco Iris, mit 120 Betten gehört. Die Kinder haben hier umsonst Zugang zu medizinischer Versorgung. Ebenso steht das Krankenhaus der armen Bevölkerung von La Paz und der angrenzenden Stadt El Alto offen – das Einzugsgebiet des Hospitals Arco Iris ist groß und 3 Mio. Menschen können hier Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Krankenhaus wurde im Jahr 2000 aus EU-Mitteln und mit Hilfe des Kindermissionswerks Sternsinger gebaut. Es gibt verschiedene Fachbereiche, u.a. einen großen Ambulanzbereich, eine Innere Medizin, eine Chirurgie, eine Gynäkologie mit Entbindungsstation, eine Pädiatrie inklusive Neonatologie sowie eine gute Diagnostik. Eine Apotheke sowie Physiotherapie und Ernährungsberatung runden das Angebot des Hospitals ab. 125.000 Patienten werden im Jahr behandelt. Dafür sind rund 350 qualifizierte Mitarbeiter im Einsatz.

Auch wenn das Hospital Arco Iris zu einem der besten in Bolivien zählt und umfassende Behandlungen ermöglicht, hat Gesundheitssystem im Land noch immer mit zu vielen Herausforderungen zu kämpfen, als dass es den Anforderungen aus der Gesellschaft gerecht werden kann. Eine markante Zahl dafür ist die hohe und meist vermeidbare Zahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder der Geburt sterben (206 Frauen pro 100.000 Lebendgeburten – im Vergleich zu Deutschland: 6). Auch die andauernd hohe Prozentzahl (20 %) der an Mangelernährung leidenden Menschen und die daraus resultierenden Krankheiten sind ein Indiz dafür. Hinzu kommt, dass die Patienten zum größten Teil selbst für ihre Behandlung aufkommen müssen, was es vielen unmöglich macht ihr Leiden zu lindern. Genau hier greift das Hospital Arco Iris ein.

Das Besondere am Hospital Arco Iris sind auch drei Ambulanzen, die sich täglich um die Straßenkinder kümmern. Sie fahren in die Stadtteile und Randgebiete, in denen sich die Kinder aufhalten und erreichen so ca. 300 Kinder pro Tag an sechs Tagen in der Woche. Die Mitarbeiter, die sich um die Kinder kümmern, haben zum Teil selbst auf der Straße gelebt und ihnen gelingt es am besten, das Vertrauen der Kinder zu gewinnen.

Die Aufgabe der Artemed Stiftung besteht darin das Hospital Arco Iris bei Investitionen zu unterstützen sowie Prozesse und die medizinische Qualität zu verbessern. Ebenso planen wir vor Ort Operationseinsätze und Schulungen mit Spezialisten aus den Artemed Häusern.

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