Santa Casa

Cunha, Brasilien
Kind in Behandlung
Übergabe des Schlüssels für den neuen Krankenwagen
neu geborenes Baby mit Mutter
Behandlung eines Patienten in der Physiotherapie
neuer Krankenwagen der Santa Casa
Mädchen das sich in Behandlung befindet
OP-Saal in der Santa Casa

Projektbeschreibung

Das Krankenhaus Santa Casa liegt in der bergigen Region Cunha nordöstlich der Metropole Sao Paolo und südwestlich von Rio de Janeiro. Wie groß die Unterschiede in der Gesundheitsversorgung zwischen einer ländlichen Region wie dem Ort Cunha und einem Ballungsgebiet wie den großen Metropolen, erlebt unser Artemed Projekt-Team im April 2014 hautnah vor Ort.

So kann sich ein einfaches Landkrankenhaus wie die Santa Casa keine festangestellten Ärzte vor Ort leisten. Da es keine dauerhafte Chirurgische Besetzung gibt und auch keinen anästhesiologischen Bereitschaftsdienst, müssen akute Notfälle in das nächst größere Krankenhaus in 50km Entfernung gebracht werden. Doch es gibt nur einen einzigen Krankentransport – ohne Sauerstoff und mit einer schmalen Liege ausgestattet.

Im Jahre 2013 wurden in der Santa Casa 208 Geburten verzeichnet, 95% davon per geplantem Kaiserschnitt. Verläuft eine Schwangerschaft unproblematisch, entbinden die meisten Mütter zu Hause oder gehen in eine weiter entfernte Klinik mit Geburtsstation. In der Santa Casa gibt es keine festangestellten Gynäkologen, die rund um die Uhr Geburtshilfe leisten könnten. Deshalb werden hauptsächlich geplante Kaiserschnitte in den entsprechenden Fällen durchgeführt.

Insgesamt neun Einzelzimmer, sechs Mehrbettzimmer und zwei Kinderzimmer stehen dem Krankenhaus zur stationären Aufnahme der Patienten zur Verfügung. Im Gegensatz zur durchschnittlichen Fallzahl von ambulanten Versorgung (circa 22.000 Fälle im Jahr) kann die Santa Casa nur einen sehr kleinen Teil (circa 1.500) Patienten im Jahr aufnehmen – auch wenn der effektive Bedarf um ein Vilefaches größer wäre.

Hier auf dem Land fehlt es an finanziellen Mitteln: Mit einem geringen Budget von umgerechnet circa 60.000€ pro Jahr muss die Klinik wirtschaften. Die äußert knappen Einnahmequellen setzen sich zusammen aus minimalen Förderungen der Stadt Cunha, den Zahlungen des staatlichen Gesundheitssystems, dem sogenannten SUS, an den 70 % der Bevölkerung angeschlossen sind und aus Spendengeldern. Einnahmen von Privatversicherten sind nicht zu erwarten, dieser Luxus ist für die Landbevölkerung in der Regel nicht erschwinglich.

Neben einer kontinuierlichen ärztlichen Präsenz benötigt das Haus vor allem einiges an technischer Ausstattung, wie beispielsweise:

  • Plegerische Hilfsmittel, wie z.B. Blutdruckmanschetten
  • OP-Schuhe und -Kleidung
  • Mobiles Beatmungs- und Monitoringgerät für den Krankentransport
  • Neuer Krankenwagen
  • Rollstühle und andere Hilfsmittel
  • OP-Lampe
  • Narkosegrät / Patientenmonitoring intraoperativ
  • Druckregulierungsgerät (Oxator) für Sauerstoffflaschen

An der Santa Casa arbeitet eine festangestellte Physiotherapeutin, die sich sowohl um Kinder, Erwachsene und auch Behinderte Menschen gleichermaßen kümmert. Neben postoperativen Behandlungen, betreut sie hier auch Unfallopfer und kümmert sich häufig um Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern, wie der junge Patient im Bild, der an sogenanntem Muskelschwund leidet.

Der Gemüsegarten hinter dem Krankenhausgebäude sichert die Verpflegung von Patienten und Mitarbeitern gleichermaßen. Neben tropischen Früchten, wie Ananas, Papayas wachsen in dem Gemüsegarten auch eigene Kaffeebäume, deren Kaffeebohnen von Hand geröstet werden und anschließend als hauseigener Kaffee der Santa Casa an alle hier verteilt wird. Ohne dieses Krankenhaus und seine fleißigen Mitarbeiter würden sich die ohnehin schlechten Lebensbedingungen sehr viele Menschen dramatisch.

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