Aktuelles

Milchpulverprogramm: Mission der Artemed Stiftung bald erfüllt

In der zweiten Jahreshälfte 2016 belegten von der WHO veröffentlichte Studien, dass die mittlerweile hervorragenden HIV-Medikamente auch die Übertragung des Virus beim Stillen von der Mutter auf das Baby unterbinden können. Bei konsequenter Einnahme der Medikamente liegt das Infektionsrisiko bei unter 1%. Die WHO und der Namibische Staat haben nun darauf reagiert und proklamieren das Stillen als beste Option für die Ernährung eines Neugeborenen. Dieser Empfehlung folgt das Mount Sinai Centre und ändert nun konsequenterweise sein Milchpulverprogramm. Alle Babys, die bereits im Programm sind, werden natürlich noch so lange mit Milchpulver versorgt, bis sie feste Nahrung zu sich nehmen können. Neue Babys werden nicht mehr aufgenommen, sondern die Mütter werden möglichst schon vor der Geburt entsprechend beraten und an das Krankenhaus für die weitere Betreuung verwiesen.
Detaillierte Informationen finden Sie hier: milchpulver-mission-erfuellt

Einsatz von Serpil Ugurlu

Im Januar konnte Frau Serpil Ugurlu, OP-Schwester aus dem Chirurgischen Klinikum München Süd, am anderen Ende der Welt in Namibia sich um die Kinder bei ihrem Einsatz im Mount Sinai Centre kümmern. Für die Zeit vor Ort hatte sie sich viel vorgenommen: von der Renovierung des Kindergartens, der Mithilfe bei den Activity Days bis hin zur Erstellung eines Gemüsebeetes. Gemeinsam mit den Kindern wurde auch noch eine Wand im Centre mit bunten Farben verschönert.

Einsatz im Oktober

Ende Oktober fand der erste richtige Arbeitseinsatz von Artemed Mitarbeitern im Mount Sinai Centre statt. Sechs Helferinnen und Helfer aus Kempen und eine Helferin aus Feldafing machten sich auf, um im Centre wichtige Renovierungsarbeiten zu leisten und um sich um die Kinder zu kümmern.
In den Jahren, bevor die Artemed Stiftung das Mount Sinai Centre übernommen hat, gab es nur unstetig Spenden und Fördergelder. Diese wurden soweit vorhanden ausschließlich für die Versorgung der Kinder verwendet. Zuletzt hatte das Centre auch kein fließendes Wasser und keinen Strom mehr. Vor allem die Sanitäranlagen haben über die Jahre sehr gelitten und waren zum großen Teil unbrauchbar geworden. Mit Hilfe von zwei Technikern aus dem Hospital zum Heiligen Geist in Kempen wurden diese wieder instand gesetzt. Eine Grundvoraussetzung für einen hygienischen Betrieb wurde so wieder geschaffen.
Darüber hinaus haben unsere Helfer zusammen mit namibischen Arbeitskräfte das riesige Gelände des Centres aufgeräumt und entrümpelt. Mit viel Kreativität wurde anschließend aus Müll und Resten die Anlage verschönert und den Kindern eine neue Welt eröffnet: z.B. mit Schaukeln aus alten Autoreifen, einem Basketballkorb aus einem kaputten Mülleimer, einem Hüpfspiel oder einer Feuerstelle aus alten Ziegeln. Die Kinder sind überglücklich!
Außerdem haben wir beschlossen uns künftig auch um den im Centre ansässigen Kindergarten zu kümmern. Das Gebäude des Mount Sinai Centres ist durch die Ausstattung mit einer Küche und Sanitäranlagen ideal geeignet, um Kinder zu betreuen. Über die Jahre hat sich daher ein mehr oder weniger informeller Kindergarten entwickelt, da die meisten Eltern täglich versuchen, Arbeit zu finden, um die Familie zu ernähren. So wurden die Kinder kurzerhand im Centre bei den dortigen Mitarbeiterinnen abgegeben. Der Kindergarten ist eine große Hilfe und Chance für die Eltern, erwerbstätig zu sein und uns gibt es die Möglichkeit, für die Kinder zu sorgen. Es gibt noch unglaublich viel zu tun, vor allem weil die Zahl der Empfänger stetig steigt und der Bedarf riesig ist, aber ein Anfang ist gemacht.

Weitere Fotos zum Einsatz finden Sie auf http://stografie.de/ sowie ein Video auf https://www.youtube.com/watch?v=PJcjsACn528

Activity Day

Am vergangenen Samstag fand im Mount Sinai Centre ein weiterer sogenannter Activity Day statt. An diesen Tagen werden die Hilfsmittel wie Milchpulver und Essenspakete an die bedürftigen Familien verteilt. Zusätzlich wird der Gesundheitsstatus der Kinder überprüft und festgehalten. Zwischenzeitlich sind 10 weitere HIV-positive Kinder in dem Programm des Centres aufgenommen worden – die Nachfrage und der momentane Bedarf der Bevölkerung ist rießig.

Einsatz im April

Am 01. März machte sich ein voll beladener Container auf den Weg nach Namibia, um das Mount Sinai Centre mit Babynahrung zu versorgen. Im April konnte sich das Team der Stiftung dann vor Ort selbst überzeugen, dass die Hilfsmittel bereits eingetroffen und schon fleißig im Centre bei den Activity Days verteilt werden. Die Freude der Mitarbeiter und der Familien ist groß.
Ein weiterer wichtiger Termin fand in dem einzigen staatlichen Krankenhaus in Windhoek, dem Katutura State Hospital, statt. Erfreulicherweise konnte eine Kooperation zwischen dem Krankenhaus und dem Mount Sinai Centre aufgesetzt werden. Diese Zusammenarbeit ist ein großer Schritt, um die staatlichen Versorgungslücken im Land zu füllen. Künftig verweist das Krankenhaus Frauen mit ihren Babys und Kindern, die besonders dringend Hilfe benötigen, an das Centre – vorausgesetzt dort sind noch freie Plätze verfügbar. Auch steht das Krankenhaus jederzeit für Kontrolluntersuchungen zur Verfügung.
Als letzter Termin stand noch ein Besuch in der Deutschen Botschaft an. Hier konnte sich die Artemed Stiftung mit ihrem Milchpulver-Projekt vorstellen. Das Programm des Mount Sinai Centres wurde sehr positiv aufgefasst und beratende Unterstützung wurde von Seiten der Botschaft angeboten.

Container Versand nach Namibia

In Kooperation mit der Nettetaler Hilfsorganisation Human Plus wird sich am 01. März ein Container mit rund 40 Tonnen Babynahrung auf den Weg von Deutschland nach Namibia begeben. Die Hilfsgüter werden in der ersten Aprilwoche in Namibia eintreffen und die Kinder und Mütter im Mount Sinai Centre versorgen. Lesen Sie hierzu mehr in der Pressemitteilung http://www.artemedstiftung.de/wp-content/uploads/2016/03/PM_Human-Plus_v1.pdf

Einsatz im November

Vom 1. bis 8. November 2015 reiste eine Einsatzgruppe aus verschiedenen Mitarbeitern der Artemed Kliniken nach Namibia, um das Mount Sinai Centre zu besuchen und vor Ort zu helfen.
Die insgesamt 6 Einsatzkräfte kauften Essen für 120 Kinder, packten Tüten, pflegten und wogen Babys und versorgten sie mit Milchpulver. Es wurde viel mit dem Team und den Verantwortlichen vor Ort geredet und gelacht.
Zur Zeit befinden sich 100 Babys von HIV positiven Müttern im Programm, die regelmäßig ihre Ration Milchpulver erhalten, um eine Ansteckung über die Muttermilch zu vermeiden. Zudem bekommen 120 HIV positive Kinder Essenspakete, damit sie die schwer verträglichen Medikamente nicht auf nüchternen Magen einnehmen müssen.

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